Passend zu meinem persönlichen Gesundheitszustand im Januar habe ich als erster Beitrag im neuen Jahr ein Rezept für eine Hühnersuppe für Euch. Denn ich habe über die Festtage so einen richtig üblen Infekt erwischt, der sich schlussendlich über drei Wochen hinzog.

Dabei habe ich einmal mehr festgestellt, wie wichtig das Essen bei einer Grippe ist. Und genau dann, wenn man so krank ist, hat man ja eigentlich keine Kraft zum Kochen. Darum teile ich das Rezept für die altbewährte Hühnersuppe mit Euch. So kann sie vielleicht auch jemand für Euch kochen oder Ihr kocht sie für einen Menschen, dem es nicht gut geht und der eine warme Suppe nötig hat. 

Denn eine warme Suppe, die mit Liebe zubereitet wurde, ist für mich mehr, als nur ein Essen. Gerade jetzt, als ich so krank war, habe ich gesehen, wie wichtig es ist, dass man in solchen Situationen nicht alleine ist und mit Liebe umgeben wird. Ich bin überzeugt, dass das für den Heilungsprozess enorm wichtig ist. 

Dazu kommt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, wenn es darum geht, wieder gesund zu werden. 

Nicht zu Unrecht boomen aktuell Bücher zum Thema Darmgesundheit. Denn oft sitzt die Ursache für eine Erkrankung auch im Darm. Wer kennt das nicht, zuerst kommen Schnupfen, Halsweh und Husten, und irgendwann spielt auch noch die Verdauung verrückt. Das ist ein wahrer Teufelskreis. Denn für das Gesundwerden ist eine gut funktionierende Darmflora essenziell.

Wer krank ist, verliert häufig auch den Appetit oder erlaubt sich dann aus lauter Selbstmitleid Dinge zu essen, die nicht wirklich gesund sind. Beides ist nicht gut für den Darm und verzögert den Heilungsprozess. Gerade wenn man sich nicht gut fühlt und vielleicht auch keine Lust zum Kochen hat, sind Gerichte, die schnell zubereitet sind und trotzdem viele gute Inhaltsstoffe haben, Gold wert. 

Besonders geeignet ist darum eine warme Hühnersuppe mit Gemüse und Ingwer. Und obwohl das schon unsere Grossmütter wussten, ist die gute, alte Hühnerbrühe vielerorts etwas in Vergessenheit geraten.  Doch warum ist eine heisse Hühnersuppe so hilfreich bei Erkältungen? Der Hauptvorteil liegt darin, dass die Hühnersuppe dazu beiträgt die Entzündungsprozesse, die sich während einer Grippe in unserem Körper abspielen, zu mindern. Die sogenannten Neutrophile, die für die Entzündung verantwortlich sind, werden blockiert. Auch der darin enthaltene Eiweissstoff Cystein wirkt entzündungshemmend und trägt zum Abschwellen der Schleimhäute bei. Das viele Zink, das in der Suppe enthalten ist, stärkt das Immunsystem. Schnupfenviren mögen keine heissen Temperaturen und werden durch die Wärme der Suppe in ihrer Vermehrung gehemmt. Nicht zuletzt sorgt eine Suppe für ein warmes, wohliges Gefühl im Magen. Wer der Suppe zusätzlich etwas Ingwer beifügt, profitiert von dessen verdauungsfördernden, magenstärkenden, appetit- und kreislaufanregenden Stoffen und nimmt Magnesium, Vitamin C, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor zu sich. Ingwer ist ein natürlicher Blutverdünner. In Kombination mit viel Gemüse, Fleisch und allenfalls noch etwas frischer Petersilie ist die Suppe eine starke Wunderwaffe gegen jede hartnäckige Grippe. 

Und so wird eine nährende Hühnersuppe zubereitet. 

Zutaten für vier Portionen:  Ein Suppenhuhn (wer nur eine kleine Portion kochen will, kann auf ein etwas kleineres Poulet oder sogar nur auf Flügel und Schenkel zurückgreifen – wichtig ist es, dass Knochen mitgekocht werden), Gemüse (2 Rüebli, 1 Stange Lauch, 2 festkochende Kartoffel, 1 Zwiebel und evtl. Kräuter wie Petersilie, Majoran und Thymian), Ingwer, etwas Butter zum Andünsten des Gemüses, 1,5 dl Wasser, Salz und optional noch etwas Gemüsefond zum Verfeinern der Suppe.

Zubereitung: Das Gemüse klein schneiden, in Butter andünsten und mit dem Wasser ablöschen. Das Ganze mit dem Salz, den Kräutern, dem Gemüsefond und dem Ingwer würzen. Ingwer kann ein Gericht sehr scharf machen und sollte daher zuerst nur vorsichtig, also etwa maximal ein daumengrosses, fein geschnittenes Stück, verwendet werden. Wer die Schärfe mag, gibt nachträglich noch etwas Ingwer dazu.  Das Huhn dazugeben, die Suppe richtig aufkochen und mindestens zwei Stunden auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen. Wer den Kochvorgang beschleunigen will, bereitet das Ganze im Dampfkochtopf zu. Fleisch von den Knochen trennen und zusammen mit dem Gemüse und dem Fond servieren. Sollte Suppe übrigbleiben, kann diese auch gut eingefroren und später gegessen werden.

Und nun hoffe ich, dass ich Euch mit diesem Rezept etwas Gutes tun konnte, wünsche Euch viel Vergnügen beim Nachkochen und «e Guete»!

 

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