Brotbacken war immer schon ein fester Bestandteil von unserem Familienleben. Besonders an den Samstagen gehörte das Brot- und Zopfbacken einfach dazu. Vor einem Jahr hatte ich dann die Gelegenheit mit einem Arbeitskollegen einen Brotbackkurs zu besuchen und habe darüber auch gleich einen umfangreichen Artikel geschrieben. Ich dachte zuvor ja immer, dass ich ganz ordentliches Brot backen würde. Durch den Kurs wurde mir dann bewusst, dass es noch besser geht.

Weil mir der Kurs so dermassen gefallen hat, habe ich ihn nun ein Jahr später nochmals besucht und gleich auch noch meine Familie mitgenommen.

Mich hat es sehr gefreut, dass das Brotbackfieber auch meine Mutter, meine Schwestern, meinen Bruder und meine Nichten gepackt hat. Ich muss auch sagen, dass die Kursleiterin herrlich entspannt war und unsere laute Truppe mit Liebe und Geduld gebändigt hat. Und wenn ich sage, dass wir laut und lebendig sind, ist das wirklich keine Übertreibung!

Im Video ganz unten könnt Ihr sehen, wie wir den Teig geknetet und dann Brote daraus geformt haben (besonders der hübsche Knoten hat es mir angetan).

Ansonsten fasse ich die wichtigsten Erkenntnisse des Kurses gerne für Euch zusammen – so habt auch Ihr etwas davon.

  • Das Mischverhältnis von 1 Kg Mehl mit 20 mg Salz (und nein, das ist nicht zu viel, denn Brot braucht einfach Salz und wer das nicht mag, soll bitte in die Toscana reisen und mal schauen, wie Brot ohne Salz schmeckt – ich bin aktuell gerade wieder in meiner alten Heimat Florenz und so sehr ich alles andere Essen hier mag, verabscheue ich das ungesalzene Brot) und 6 dl lauwarmem Wasser funktioniert immer. Einzig bei der Hefe gibt es da Abweichungen. Aber dazu komme ich gleich.
  • Die Menge der Hefe kann je nach Zeitbudget angepasst werden. Wer einen Vorteig macht, kann die Hefe um mindestens die Hälfte reduzieren. So braucht man für 1 Kg Mehl nur noch 20 mg Hefe.
  • Einen Vorteig zu machen lohnt sich, weil das Brot so noch feiner und vor allem länger haltbar wird. Für den Vorteig werden Mehl und Salz in einer Schüssel gemischt. Danach löst man die Hefe in lauwarmem Wasser auf (ich nehme dafür immer ca. einen Deziliter und ziehe den dann bereits von der Gesamtmenge an benötigter Flüssigkeit ab) und gibt diese Flüssigkeit in eine Mulde in der Mitte des Mehls. Dann wird etwas vom Mehl mit eingerührt, die Schüssel mit einem Handtuch zugedeckt und für ein paar Stunden oder idealerweise über Nacht stehen gelassen. Die Hefe kann so wachsen und vor sich hinblubbern und ihre ganze Kraft entfalten. Mein Mann sagt immer, dass er befürchte, dass die Hefe irgendwann ein Eigenleben entwickle und aus der Schüssel komme. Ganz falsch ist dieser Gedanke nicht;)
  • Wenn man dem Teig etwas Sauerteighebel oder einen Löffel Nature-Joghurt beimischt, ist das Brot beim Essen bekömmlicher und löst weniger Magenbrennen aus. Ich backe mein Brot bereits seit dem ersten Kurs nur noch so und bin überzeugt, dass es so auch besser schmeckt.

Ihr könnt übrigens alle Produkte direkt über die Webseite der Mühle Kleeb bestellen und es gibt dort auch das Programm für weitere Kurse: www.muehle-kleeb.ch

Und nein, ich werde nicht dafür bezahlt, dass ich das hier schreibe. Ich will Euch einfach davon erzählen, weil ich das Angebot und die Produkte wirklich mag und sich mit den zwei Kursen für mich eine völlig neue Welt eröffnet hat und ich seither praktisch alles Brot selber backe!

Ich hoffe, dass ich Euch ebenfalls fürs Brotbacken begeistern konnte und wünsche Euch „E Guete“!

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