Im Moment mache ich mit dem Bloggen etwas Sommerpause. Einfach weil man auch mal Zeit zum Sammeln von Kraft und neuen Ideen braucht. Weil jetzt aber die Zeit ist, um die Früchte des Sommers zu ernten, will ich mich kurz mit einer Inspiration für eine Beeren-Kräuter-Konfitüre bei euch melden. Ich habe dafür eine Mischung aus Johannisbeeren, Himbeeren und Walderdbeeren aus dem Garten meiner Mutter verwendet und das Ganze mit ein paar Zweigen frischer Minze und Zitronenthymian ergänzt.

Wer sich schon fürs Kochen und vor allem Konservieren interessiert, wird in diesem Beitrag keine grossen Neuheiten erfahren. Aber ich möchte Euch diese schöne Tradition des Einkochen wieder in Erinnerung rufen und Euch ermutigen einfach auf den Markt zu gehen oder wenn Ihr einen Garten habt die Früchte zu ernten und in der Küche kreativ zu werden.

Zubereitung:

Wer wirklich will, dass seine Konfitüre auch ohne Kühlung lange hält, kocht sie in einem 1:1 Verhältnis mit dem Zucker ein (zum Beispiel 1kg Früchte auf 1kg Zucker). Wer noch nie Konfitüre gekocht hat, beginnt mit kleinen Mengen. Bereits aus 500g Früchten gibt es eine schöne Portion Konfitüre. Ich persönlich verwende gerne Gelierzucker. Es funktioniert aber auch mit Normalem. Die Früchte Waschen, Stiele und Blätter entfernen und in einer grossen Pfanne mit dem Zucker vermischen. Danach werden sie auf kleiner Flamme so lange geköchelt, bis sie Saft ziehen. Sollten die Früchte nicht so saftig sein, kann man einen Schuss Wasser zugeben.

Während dem Köcheln die Gläser, in welche die Konfitüre eingefüllt werden soll, in siedend heisses Wasser legen. So werden sie von Keimen gereinigt, für den Konservierungsprozess vorbereitet und die Konfitüre hält sich natürlich auch länger.

Ich habe meiner Konfitüre übrigens ein paar Zweige frische Minze und Zitronenthymian beigemischt (nach dem Kochen konnte ich die Zweige direkt wieder aus der Konfitüre fischen – so haben sie zwar den Geschmack abgegeben, aber die Blätter, die allenfalls beim Kochen würden, blieben nicht in der Konfitüre).

Danach wird die Masse während etwa sieben Minuten unter ständigem Umrühren aufgekocht (so steht es im Kochbuch meiner Urgrossmutter und so wurde es mir beigebracht;).

Die Gläser aus dem heissen Wasser holen und die Konfitüre sorgfältig in die Gläser abfüllen. Sollte sie über den Rand gelaufen sein (was mir jedes Mal passiert), muss dieser vor dem Verschliessen gut gereinigt werden, da sonst allenfalls Luft unter den Deckel gelangen könnte.

Meine Mama schwört darauf, dass man die Gläser zum Auskühlen auf den Deckel stellen soll. Und tatsächlich ist das gut zur Kontrolle des Vakuums. Denn bei guten Deckeln ist beim Umdrehen nach dem Auskühlen ein leises „Plop“ zu hören, das bestätigt, dass das Glas gut zu ist.

Ich mag es beim sehr beim Kochen von Konfitüre zu experimentieren und einer klassischen, allenfalls etwas langweiligen Konfitüre mit Kräutern, Gewürzen oder Zitrusfrüchten (Bergamotte ist da ein wunderbares Beispiel dafür), einen kleinen Twist zu verleihen.

Ich wünsche Euch „E Guete!“ und viel Vergnügen beim Nachkommen und vor allem beim Experimentieren!

P.S. ganz unten am Post findet Ihr auch noch ein Video mit der genauen Anleitung!


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