Essen wie Zuhause bedeutet für mich immer saisonales Essen. In meiner Kindheit stand es gar nie zur Debatte, was denn gerade saisonal ist oder nicht, denn es gab halt einfach das, was gerade in den Gärten meiner Mutter, meiner Oma oder den Bekannten und Freundinnen meiner Mutter oder Oma wuchs. Als ich ein Kind war, fand ich das aber teilweise nicht so prickelnd und hatte Mühe zu verstehen, warum es nicht jedes Gemüse und jede Frucht rund ums Jahr gibt.

Heute schätze ich es sehr, dass ich nach jedem Besuch bei meinen Eltern eine grosse Tasche voller Gemüse mit dabei habe. Meine Mama hat immer irgendetwas, dass sie uns Kindern einpacken kann. So begleiteten mich nach meinem letzten Besuch nicht nur eine grosse Tüte Feldsalat, frische Blumen und Lauch, sondern auch noch ein Blumenkohl mit Nachhause. Obwohl bei meinen Eltern mittlerweile schon der erste Schnee fiel, gibt es immer noch Dinge, die meine Mama ernten kann. Ich bin eine dankbare Abnehmerin dafür und weil mein Mann und ich nicht ganz so viel Gemüse auf einmal essen können, blanchiere ich das Gemüse und friere es in kleinen Portionen ein. So können wir den ganzen Winter über davon geniessen. Es ist für mich eine praktische Art des Konservierens, da ich so auf einfache und schnelle Art grosse Mengen verarbeiten kann. Manchmal muss es halt einfach etwas schneller gehen.

Wenn ich dann am schon am Blanchieren bin, bereite ich meistens gleich eine Portion vom Gemüse zu. Beim Blumenkohl habe ich einen Drittel davon als warmer Salat zum Abendessen serviert und den Rest eingefroren.

Dieser Blumenkohlsalat ist sehr schnell zubereitet und eine feine Vorspeise oder auch eine leckere Beilage:

Zutaten: Blumenkohl, Salz, ½ Zwiebel, frische Petersilie, Öl, Essig, 50ml Gemüsefond, Rahm

Zubereitung: Den Blumenkohl zerlegen und waschen und ungefähr 10 Minuten in heissem Salzwasser blanchieren. 50ml Gemüsefond, die Hälfte einer kleinen Zwiebel, etwas frische Petersilie, 2El Öl, 1 El, Essig und 2 El Rahm zusammen pürieren. Den blanchierten Blumenkohl aus dem Wasser holen und in einer Schale anrichten. Die Sauce darübergiessen und den Salat servieren.

Das Rezept ist simpel und das Prinzip lässt sich zum Beispiel auch gut auf Bohnen anwenden. Aber auch Krautstiel und Rübenkohl lassen sich gut mit dem Blanchieren und Einfrieren konservieren, obwohl ich die dann nicht als Salat servieren, sondern warm und vielleicht in einer leckeren Knetbuttersauce zubereiten würde.

Ich hoffe, dass ich Euch eine weitere Inspiration rund ums Thema Haltbarmachen geben konnte, denn so macht das Essen und Geniessen von Gemüse auch im Winter Freude!

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Nachkochen und e „E Guete“!

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