Heute habe ich für Euch das Rezept für den ersten Kuchen, den ich als Kind selber backen konnte. Wir nannten diesen Kuchen „Dänische Spezialität“ obwohl ich keine Ahnung habe, was ein Schokoladenkuchen mit einer unsagbar leckeren Kaffee-Kokos-Kruste mit Dänemark zu tun haben soll… Mit dem Bernbiet und sogar mit der Schweiz haben Kaffee und Kokos nun ja auch nicht so viel zu tun. Aber mit meinem Zuhause sehr wohl. Denn ich bin auf dem Land aufgewachsen und obwohl wir in der Nähe eines kleinen, aber gut sortierten Lebensmittelladens wohnten, deren Besitzer übrigens auch der beste Bäcker-Konditor ist (leider ging er nun in Pension, was mich in eine mittelschwere Krise stürzte – ich hasse es, wenn Dinge, die ich mein Leben lang kannte und liebte, plötzlich anders sind), musste meine Mutter das Essen planen und hat sich immer bemüht Vorräte zu halten. Mehl, Butter, Eier und Kaffee hatte sie sowieso immer im Haus und eben auch ein oder zwei Päckchen Kokosraspel. Wenn uns dann der Sinn nach Kuchen stand oder wenn eines meiner drei Geschwister oder ich einen Kuchen für die Schule oder eine unsere anderen Freizeitaktivitäten brauchten, haben wir diesen Blechkuchen gebacken.

Das Rezept dafür hat meine Mutter als junge Frau von einem Nachbarsmädchen bekommen, welches ihr alle Zutaten liebevoll von Hand aufgeschrieben hat (in den Siebzigern hat man halt noch keine Drucker und Scanner oder Kopierer Zuhause stehen gehabt). Wenn meine Mama diesen Kuchen bäckt, holt sie immer noch genau dieses Rezept hervor.

Als ich ausgezogen bin, habe ich wiederum die Zutaten abgeschrieben und über die Jahre hat sich das Rezept etwas gewandelt. Denn das Original ist für meinen Geschmack etwas zu trocken…

Ich mag den Kuchen erstens so sehr, weil man sich das Wiegen der Zutaten praktisch komplett sparen kann, denn sogar Butter hat ja oft auf der Packung Gewichtsangaben und so muss man sie nur am richtigen Ort abschneiden. Zweitens ist er einfach so unsagbar lecker und erinnert mich an mein Zuhause und viele fröhliche Feste, an denen er serviert wurde.

Rezept für den „Dänischen Blechkuchen“

Zutaten Boden: 3 Eier, 3 Tassen Zucker, 4 Tassen Mehl, 3 kleine Löffel Backpulver, 1 Tasse Milch, 3 Esslöffel Kakaopulver, 1 halber TL Vanillekonzentrat (oder die Samen einer halben Vanilleschote) und 250 Gramm geschmolzene Butter.

Zubereitung: Zuerst werden die Eier, der Zucker und die Butter zusammen schaumig geschlagen. Danach werden die Milch und das Mehl mit der Masse verrührt, dann kommen die restlichen Zutaten dazu und die ganze Masse wird nochmals kräftig gehrührt. Nun wird die Masse auf einem Kuchenblech (ca. 40cm mal 30cm), das mit Blechreinpapier ausgelegt wurde, verteilt und etwa 25 bis 30 Minuten bei 180 – 200 Grad auf mittlerer Stufe gebacken.

Zutaten Belag: 2 Tassen Kokosraspel, 1 Tasse Puderzucker, 100 Gramm geschmolzene Butter und einen Espresso (eine kleine Espressotasse voll, keinen italienischen Espresso, bei dem maximal die Tasse maximal bis zur Hälfte gefüllt wird).

Zubereitung: Alles wird zusammen verrührt und auf dem Boden verteilt, bevor dieser ausgekühlt ist. Den Kuchen erkalten lassen, in Stücke schneiden und servieren!

Wie schnell der Kuchen zubereitet ist, sehr Ihr auch im Video (einfach auf das unterste Bild in diesem Beitrag klicken)!

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Backen und „E Guete“!

P.S. ich freue mich, wenn Ihr meinen Blog über das Feld ganz unten im Beitrag abonniert!

Blog abonnieren

Abonniere diesen Blog, damit Du immer über die neusten Beiträge informiert bist!

You have Successfully Subscribed!