Bereits im Sommer hat mit eine liebe Kollegin angekündigt, dass sie mich im Herbst mit Quitten beschenken will. Ich hatte bereits diese leckeren Kirschen hier von ihr bekommen. Meine Kollegin hat Wort gehalten und darum kann ich heute ein Rezept für feines Quittenmus mit Euch teilen. Quitten sind ein Kernobstgewächse und gehören wie die Mirabellen, über die ich hier geschrieben habe, zu den Rosengewächsen. Offenbar scheinen mir solche Früchte besonders lieb zu sein.

Mit Quitten ist es so eine Sache… Normalerweise macht man ja einfach Konfitüre daraus. Auch bei uns Zuhause war das so. Gerade als Kind fand ich es extrem mühsam die harten Früchte zu schälen und zu zerkleinern. Die Konfitüre habe ich dann aber sehr gerne gegessen. Besonders in Kombination mit einem reifen Stück Gruyère Käse. Die Süsse der Konfitüre passt perfekt zum Käse.

Als ich dann aber über die Quitten nachgedacht habe, fiel mir auf, dass genau diese Süsse auch den Eigengeschmack der Früchte kaputt macht und das ist schade. Daher habe ich mich entschieden die Quitten neu zu interpretieren und mit einer weiteren Geschmacksrichtung zu vereinen. Wenn ich Quitte höre, muss ich immer direkt an Wein denken, da Quitte als Umschreibung von Weinaromen verwendet wird. Auch die Zitrusfrucht Bergamotte findet sich in der Liste der Weinaromen. Da ich selber ein Jahr lang in Italien gelebt habe, sind mir Zitrusfrüchte sehr lieb (Goethe nannte Italien schliesselich „Das Land, wo die Zitronen blühn“) und da dieser Blog unter dem Motto „Essen wie Zuhause“ läuft und auch Italien ein bisschen mein Zuhause ist, passt das wunderbar.

Das Quittenmus mit Bergamotte besteht aus wenigen Zutaten und ist daher relativ einfach in der Herstellung. Die einzige Kunst besteht darin, Bergamotten überhaupt zu finden. Genau wie die Quitten haben sie gerade Saison und sind daher mit ein bisschen Glück auf dem Markt oder vielleicht in einem Italienischen Spezialitätengeschäft zu finden.

Zutaten für Quittenmus: 1kg Quitten, 2 Bergamotten, 5dl Wasser, 300g Zucker

Zubereitung: Die Quitten schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Früchte in kleine Stücke schneiden. Die Bergamotten auspressen (wer das Glück hat Bio-Bergamotten zu finden, kann auch etwas von der Schale abreiben und mit in das Mus geben, so wird der leicht bittere, säuerliche Geschmack intensiviert). Die Quitten in einer grossen Pfanne mit allen Zutaten vermischen und während dem Aufkochen immer wieder gut rühren, damit nichts anbrennt. Die Quitten danach eine weitere Stunde bei reduzierter Hitze weiterköchelnd lassen, bis sie richtig weich sind und von selber zerfallen. Die weichgelochten Quitten auskühlen lassen und pürieren. Danach können die Quitten zum Beispiel mit kleinen Merengue-Stückchen und geschlagenem Rahm in einem Glas geschichtet und als Dessert serviert werden. Der Rahm und die Merengue harmonieren wunderbaren mit der leichten Säure vom Mus.

Das Video mit der Anleitung findet ihr am Ende des Beitrags. Einfach auf das letzte Bild klicken!

Da es aus einem Kilo Quitten recht viel Mus gibt, friere ich dieses einfach in kleine Portionen ein. So habe ich den ganzen Winter über etwas von diesen herrlichen Früchten.

Nun wünsche ich Euch viel Vergnügen beim Nachkochen und „E Guete“!

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