Wer einen Herbsttag draussen im Garten, beim Apfelernten, im Wald oder vielleicht sogar im Rebberg verbracht hat, braucht am Abend etwas Herzhaftes. Ein Krautstielgratin ist für mich ein perfektes Herbstessen, das schnell zubereitet ist und nach einem Tag im Freien Magen und Seele wärmt. Zur Vorspeise habe ich Euch bereits einen leckeren Randensalat serviere  (das Rezept dazu findet Ihr in meinem letzten Beitrag).

Krautstiel ist ein Gemüse, das meiner Meinung nach vollkommen unterschätzt wird. Sobald er wieder im Garten meiner Mutter wächst freue ich mich und ich friere ihn auch gerne vorblanchiert ein, damit ich im Winter auch noch etwas davon habe. Auch Hackfleisch und Speck habe ich immer in kleinen Paketen eingefroren. Wenn dann unerwartet Besuch kommt, habe ich eine Basis für ein leckeres Essen.

Rezept für Krautstielgratin für 4 Personen (wir sprechen hier von durchschnittlichen Essern, dort wo ich aufgewachsen bin, würden zwei starke Männer den Gratin im Alleingang verdrücken;)

Zutaten: 300 g Krautstiel, 6 festkochende Kartoffeln, 300g Hackfleisch, 50g Speck, 1 Zwiebel, 150g Sauerrahm, 1dl Gemüsebrühe, 1 Ei, Pfeffer, Salz und etwas Reibkäse (idealerweise Sbrinz oder Gruyère).

Zubereitung: Die Kartoffeln schälen und würfeln und im Salzwasser weichkochen. Krautstiele waschen und schneiden. Zuerst die Stiele blanchieren und etwas später das Kraut dazu geben (das braucht etwas weniger lang). Um zu verhindern, dass die Krautstiele braun werden, etwas Zitronensaft ins kochende Wasser geben. Speck und Hackfleisch zusammen in Bratbutter anbraten, die Zwiebel würfeln und dazu geben. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Wasser vom gekochten Gemüse abgiessen und das Gemüse zusammen mit dem Fleisch in eine Gratinform geben und gut verrühren. Für den Guss die Gemüsebrühe mit dem Ei und dem Sauerrahm verrühren und über den Gratin geben. Zum Schluss etwas Käse darüber streuen und das Ganze bei 200 Grad eine halbe Stunde lang in der Ofenmitte gratinieren.

Zum Essen serviere ich übrigens gerne Wein vom Winzerkeller Strasser in Unwissen am Rheinfall. Die Familie produziert Wein nach Demeter-Richtlininen und ich finde, dass sie das richtig gut machen. Unter www.wein.ch findet Ihr das ganze Sortiment und viele Informationen rund um biologisch, dynamisch produzierten Wein.

Nun wünsche ich Euch einen wundervollen, sonnigen Herbsttag, viel Vergnügen beim Nachkochen und „E Guete“!

P.S. meine Kommentarfunktion ist offenbar aktuell kaputt. Ich arbeite an der Behebung des Problems! Und vergesst nicht das Video zum Rezept. Würde mich freuen, wenn Ihr es Euch anschaut (einfach auf das unterste Bild klicken)!

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