Ich mag den Herbst. Ich mag die Fülle des Herbstes, die bunten Farben und besonders das Gemüse. So hatte ich kürzlich die Idee, für Euch ein leckeres Herbstmenü aus der herbstlichen Gemüsefülle zu kochen. Da ich den einzelnen Zutaten gerne etwas Platz gebe, werde ich das Ganze aber in zwei Teile gliedern. Zuerst gibt es die Vorspeise und danach den in einem zweiten Beitrag den Hauptgang.

In meiner Kindheit gab es verschiedene Dinge, die irgendwie fix zu unserem Speiseplan gehörten. Je nach Jahreszeit konnten die variieren. Aber ich erinnere mich gut, dass es ab dem Spätsommer bis in den Frühling hinein immer eine Schüssel Randensalat, das ist in der Schweiz der Name für Rote Beete, im Kühlschrank hatte. Und natürlich Apfelmus- oder eingekochte Schnitze. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

„Randen ist gut fürs Blut“, pflegt meine Mutter zu sagen. Und das stimmt. Er enthält viel Eisen, Vitamin-B, Kalium und ist ein wertvoller Folsäure-Lieferant. Der Salat hält sich im Kühlschrank problemlos bis zu knapp einer Woche. So lohnt sich der Aufwand und man hat immer eine gesunde Beilage.

Heute zeige ich Euch, wie ich Randensalat serviere, wenn Gäste kommen. Da ich gerne Zeit mit meinen Besuchern verbringe, bereite ich so viel wie möglich im Voraus zu. Grüner Salat hat dabei den Nachteil, dass er gerne in sich zusammen fällt. Randensalat lässt sich problemlos im Voraus als Carpaccio zubereiten.

Zutaten für 4 Personen: 3 Randenknollen (dabei mische ich gerne die Randensorten, weil das einfach schön aussieht), 1 Lauchzwiebel, evt, frische oder getrocknete Kräuter, Salz, Pfeffer, Essig und Öl, optional eine Birne.

Zubereitung: Zuerst muss der Randen im Wasser gekocht werden (bis er wirklich gar ist, dauert das gut eine Stunde). Wer einen Schnellkochtopf hat, kocht ihn darin. Das ist auch meine bevorzugte Variante. Die Knollen gut auskühlen lassen und danach sorgfältig die Haut abziehen. Nach dem Kochen lässt sich diese problemlos entfernen. Den Randen mit einem Hobel in feine Stücke schneiden und diese direkt auf den Tellern anordnen. Wer es noch herbstlicher mag, legt zwischen den Runden ein paar Birnenstücke. Die Lauchzwiebeln fein hacken und auf den Tellern verteilen. Danach das Ganze mit Essig und Öl, Salz, Pfeffern und Kräutern verfeinern.

Wenn ich den Salat für längere Zeit vorbereite, mache ich aus den gleichen Zutaten eine Vinaigrette, gebe aber noch etwas Gemüsefond dazu und lasse das Ganze gut durchziehen.

Beim Essig empfehle ich eine süsse Variante. Ich habe in meiner Heimat einen wunderbaren Edel-Essig aus Kirschen gefunden, der sich dafür perfekt eignet. Hier könnt Ihr ihn bestellen.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Nachkommen und „E Guete“!

P.S. Ich habe festgestellt, dass viele Besucher noch gar nicht gesehen haben, dass sich unter dem untersten Bild jeweils in Video verbirgt. Einfach auf den Button in der Bildmitte klicken und schon seht Ihr, wie einfach so eine Randensalat hergestellt werden kann!

 

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