Traditionellerweise wird in vielen Restaurants im Berner Oberland zur Vorspeise am Ostermontag Käsekuchen serviert. Warum das so ist, weiss niemand genau. Mir gefällt es, wenn man auch beim Essen Traditionen hat.

Ich mag Käsekuchen sehr, wenn er luftig ist und auch wirklich guter Käse dafür verwendet wurde. Von meiner Mama habe ich beigebracht bekommen, dass man das Eiweiss für den Käsekuchen schlagen muss und er so besonders leicht wird. Der Käse für mein Käsekuchen stammt von der Alp im Justistal, wo unsere Familie ein Bergrecht besitzt und somit jedes Jahr eine Kuh in diesem Tal sömmern darf (da wir selber keinen Bauernbetrieb besitzen, wird die Kuh gemietet, den Käse dürfen wir aber behalten). Frische Kräuter wie Thymian, Majoran und Petersilie geben dem Kuchen zusätzliche Würze und erinnern an die Kräuter von der Alp.

Hier das Rezept für einen luftigen Käsekuchen:

Zutaten für den Teig: 120g Weissmehl und 120 Volkornmehl, 1 Prise Salz, 80g Butter und etwas Wasser.

Zutaten für den Belag: 280g geriebener Alpkäse, 3 Eier, Pfeffer, Muskatnuss, gehackte Kräuter (Thymian, Majoran, Petersilie), ein Schuss Noilly Prat oder Weisswein

Zubereitung: Die Butter für den Teig weich werden lassen und mit dem Mehl und dem Salz verkneten. Nach Bedarf etwas Wasser dazu geben, bis der Teig die richtige, feste Konsistenz bekommt. Den Teig zugedeckt im Kühlschrank stehen lassen.

Die Eier trennen, das Eigelb schaumig rühren und das Eiweiss zu Schnee schlagen. Die Gewürze und Kräuter, den Käse und einen Schuss Noilly Prat dazu geben und alles gut verrühren. Das steif geschlagene Eiweiss zur Masse dazu geben und sorgfältig darunter ziehen.

Den Kuchenteig auswallen, auf ein rundes Kuchenblech (ca. 28cm Durchmesser) geben, mit einer Gabel einstechen und den Teig darauf verteilen.

Den Kuchen knapp eine halbe Stunde lang im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen backen. Nach dem Backen kurz auskühlen lassen und servieren.

Ich wünsche: „E Guete!“

P.S. Im Video (siehe ganz unten) könnt Ihr Euch nochmals alle Herstellungsschritte ansehen.